Freitag, 28. April 2017

Signalwörter bei Sachaufgaben

Ja, die "bösen" Sachaufgaben machen vielen Kinder immer wieder das Leben schwer. Ein verbindliches Rezept gibt es leider nicht. Selber denken, vorstellen oder skizzieren ist unumgänglich.

Auf der Suche nach gutem Material, das Kindern zumindest eine Orientierung bieten kann, bin ich auf die Signalworttabelle von Kerstin Breuer (Materialwiese) gestoßen. Kann ich sehr empfehlen :)

Aus dieser Idee heraus habe ich eine Aufgabe entwickelt, mit der die Kinder solche Signalwörter selbst erarbeiten können. Die Kinder unterstreichen in vielen verschiedenen Aufgaben Signalwörter, die auf Rechenzeichen hinweisen (gern auch in Partnerarbeit). Anschließend sortieren sie diese Aufgaben in einer Tabelle den Rechenzeichen zu. Zum Schluss können ausgewählte Aufgaben gelöst werden. Ich habe die Signalwörter zusätzlich in einer weiteren Tabelle abschreiben lassen.

Inhaltlich geht es neben den vier Rechenoperationen um Längen (m, cm), Uhrzeit und Geld (Euro, Cent). Diese sind aber bewusst einfach gehalten, damit der Schwerpunkt auf den Signalwörtern liegt.


Natürlich ist mir bewusst (und das sollte man an fortlaufenden Beispielen auch den Kindern bewusst machen), dass man sich darauf nicht immer blind verlassen kann. Die Rechenzeichen hängen immer auch stark vom Kontext ab. Zudem gibt es manchmal auch zwei Möglichkeiten (z.B. "das Doppelte" geht bei mal und plus). Dennoch hat es vielen Kindern geholfen, sich einen Überblick zu verschaffen.



Mittwoch, 29. März 2017

Nachbaraufgaben auf dem Zahlenstrahl

Zu den Nachbaraufgaben bietet unser Mathebuch etwas wenig Übungsmaterial. Darum habe ich noch einige Arbeitsblätter zusätzlich erstellt. In dem Download sind außerdem noch Blankoarbeitsblätter zum selbst gestalten, oder für besonders schnelle Kinder.





Donnerstag, 23. März 2017

Einführung in die schriftliche Addition

Schriftliche Rechenverfahren sind bei ihrer Einführung oft sehr lehrerzentriert. Der Lehrer erklärt das Verfahren, die Schüler machen es nach. Ich habe heute bei der Einführung versucht, den Spieß mal umzudrehen und die Schüler erklären zu lassen. Da die Stunde mit sehr wenig Aufwand tolle Ergebnisse geliefert hat, möchte ich sie mit euch teilen.

Impulsgebend gab es dieses Tafelbild mit der Aufgabe:

Erkläre einen dieser Rechenwege zur Aufgabe 214 + 358 = 572.


Hilfswörter:
- Zuerst..., dann..., zum Schluss...
- Einer, Zehner, Hunderter
- addieren, Summe
- übertragen, Übertrag

Die Aufgabe halte ich deshalb für sehr geeignet, da sie nur an einer Stelle einen Übertrag hat. Man hätte auch zunächst ganz ohne Übertrag arbeiten können, aber das erschien mir dann doch etwas zu einfach.

Ich war sehr gespannt, ob die Kinder mit dieser, doch recht anspruchsvollen Aufgabe, zurecht kommen würden.
- Da wir im Unterricht oft den Fokus auf das Beschreiben von Rechenwegen, und nicht die Lösung der Aufgabe selbst legen, war die Aufgabenstellung für alle sofort klar.
- Viele Kinder fingen sofort an, einen Weg zu beschreiben. Einige brauchten noch einen kleinen Impuls von mir, andere überlegten sich sogar eigene, ähnliche Aufgabenbeispiele, oder verallgemeinerten die Erklärung.
- Die meisten Kinder entschieden sich für den ersten Weg. Kinder, die es anschaulicher mögen, entschieden sich für Weg 2. Der dritte Weg wurde nicht ausgewählt.

Hier einige tolle und individuelle Beispiele (Rechtschreibfehler und Zeichensetzung habe ich verbessert):

Zu Weg 1:
"Zuerst rechne ich die Einer zusammen 8 + 4 = 12. Dann haben wir 1Z, den muss man merken. Danach kommen die Zehner 10+50=60. Dann nehmen wir den gemerkten 1Z und rechnen den zur 60 dazu, also 60+10 = 70. Dann sieht die Tabelle so aus:
Z  E
7  2
Aber das ist noch nicht alles. Es kommen noch Hunderter dazu 200+300= 500. Dann ist die Tabelle vollständig."

"Zuerst rechnet man die Einer zusammen. Dann rechnet man die Zehner zusammen. Zum Schluss rechnet man die Hunderter zusammen. Und der eine Zehner, der ist da, weil er von den Einern kommt."

"Man schreibt die Zahlen, die man addieren will, in die ersten beiden Kästchen. Dann guckt man, ob da ein Übertrag ist. Wenn ja, dann schreibt man die Eins in die zweite Spalte. Dann muss man den Zehner mitrechnen."

"Frau S... rechnet zuerst die Einer zusammen 4 + 8 = 12. Dann STOPP. Erst muss ich euch erzählen, warum bei der 5 eine 1 steht. Ich habe doch eben 4+8=12 gerechnet und da ist eine 10, also 10 Einer ist ein Zehner. Damit ich mir die 10 merke, habe ich da eine 1 geschrieben. Also rechne ich jetzt 60 + 10 = 70. Und danach 300 + 200 = 500. Und zusammen 572."

"Zuerst rechnet man die Hunderter zusammen. Danach die Zehner, die sind 6. Zuletzt die Einer 4+8 sind 12. Da das ein Zehner und 2 Einer sind, wird der Zehner zu den Zehnern sortiert und die werden dann 7."

Weg 2:
"2 Hunderter und 3 Hunderter, die habe ich zusammen gerechnet. Dann habe ich 5 Hunderter. Dann waren da 1 Zehner und 5 Zehner, das sind dann 6 Zehner. Dann waren da 4 Einer und 8 Einer, das sind zusammen 12 Einer. Weil wir 12 Einer haben, müssen wir die 12 Einer zerlegen, dann haben wir 10 Einer und 2 Einer. Die 10 Einer können dann in einen Zehner verwandelt werden. Dann haben wir 7 Zehner und 2 Einer. Dann haben wir die Zahl 572

Indem viele Kinder ihre Wege vorgelesen haben, wurde das Rechenverfahren auf unterschiedlichste Weise erklärt, ohne dass ich etwas sagen musste. Zudem wurde nochmal die mathematische Fachsprache geübt.

Durch das Vergleichen verschiedener Lösungswege blieb die Frage offen: Beginnen wir bei den Hundertern, oder bei den Einern? Indem wir beides einmal ausprobiert haben, war ganz schnell klar, dass es zwecks Übertrag einfacher ist, bei den Einern zu beginnen.

Samstag, 4. Februar 2017

Verliebte Zahlen

Ein einfaches Arbeitsblatt zu den verliebten Zahlen bzw. der Zahlzerlegung der Zehn.



Montag, 9. Januar 2017

Übungsblätter: Denk an die kleine Aufgabe

Zur Wiederholung nach den langen Weihnachtsferien gibt es nochmal je 4 Übungsblätter zu zwei bekannten Aufgabenformaten, die mit Hilfe der kleinen Aufgabe gerechnet werden können. Lösungsblätter zur Selbstkontrolle sind ebenfalls dabei.





Arbeitsblätter erstellt mit Papst-Software (siehe Quellen).